Top 5 Games des Jahres 2017 (Jane) Platz 2

Der Anreiz der „Japano RPGs“ ist nicht für jeden nachvollziehbar. Bunte, im Animestil gestaltete Rollenspiele mit weitläufiger Story alla Final Fantasy können überwältigend sein. Es kann aber auch jeglicher Bezug dazu fehlen. Chrono Trigger führt schon seit vielen Jahren meine ganz persönliche Liste der Alltimefavorites an. Final Fantasy Teile finden sich nicht weit dahinter. Obwohl sich die Reihe im letzten Jahrzehnt vielen Veränderungen unterzogen hat, ist es immer ein Erlebnis. An mir völlig vorbei gezogen waren bisher die Xenoblade Chronicles. Woran das liegt kann ich nur mutmaßen. Vielleicht spielt mein Desinteresse für die Wii eine tragende Rolle. Umso schöner ist, dass Xenoblade Chronicles 2 für die Switch erschienen ist. Anfangs konnte ich auch diesem Titel nicht viel abgewinnen. Nero hatte das Spiel allerdings kurz nach Release erworben und es vergingen diverse Abende, an denen ich einfach immer mal wieder einen Blick auf den Fernseher warf, während Rex und Pyra über den Bildschirm flimmerten. Mitte Dezember habe ich dann selbst mal den Controller in die Hand genommen. Es folgten rund 120 Spielstunden. Aus ungeklärten Gründen konnte Nero bisher nicht weiterspielen. 🤔

Indol in Xenoblade Chronicles 2

Was ist so faszinierend an Xenoblade Chronicles 2? Neben einer Abwechslungsreichen Story, diversen Nebenquests und einer unfassbar schönen, weitläufigen Landschaft, bietet das Spiel ein Sammelfiber. Die einzigartigen Klingen wollen entdeckt und ausgestattet werden. Auch wenn das Kampfsystem nicht vom Hocker reißt, ist es vielschichtig und die Gebietsbosse halten bei Laune. Die Charaktere entwickeln sich im Verlauf der Geschichte weiter, entdecken und setzen neue Prioritäten. Jede Klinge hat eine eigene kleine Nebengeschichte. Man weiß nie so recht wer Freund und wer Feind ist, wer Recht oder Unrecht hat und wenn man mal von der schweren Kost ablassen möchte, bleibt ja noch das Leveln und Looten. Natürlich hat das Spiel auch seine Schwächen. Die Videosequenzen, so schön gestaltet sie auch sind, wirken zeitweilig sehr langatmig. Gerade zum Ende hin häufen sie sich auf unangenehme Weise. Die Kämpfe gewinnen ab Mitte des Spiels fast nicht mehr an Komplexität und die Herausforderung liegt hier dann eher in der Eigeninitiative. Auch die Reisepunkte und Questmarken sind zeitweilig frustrierend. Neue Quests und Fortschritte werden erst angezeigt, wenn man sich bereits auf der betroffenen Insel befindet. Zusätzlich wird auf der Weltkarte kein ausreichend klarer Unterschied zwischen Ebenen gemacht und trotzt Minimap führt der Questmarker nur über ein Visier in die grobe Richtung. In verwinkelten Gebieten kann die Suche dann schon einmal dauern.

Mor Ardain in Xenoblade Chronicles 2

Unterm Strich war Xenoblade trotzdem ein Titel, der mir viel Spaß gebracht hat. Für Fans von japanischen Rollenspielen mit einem Hang zum Sammeln ist es definitiv zu empfehlen.

3 Kommentare zu „Top 5 Games des Jahres 2017 (Jane) Platz 2

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  1. Aloha!
    Bin ebenso ein großer JRPG-Liebhaber und auch Xenoblade Chronicles 2 steht bei mir schon seit einem ganzen Weilchen mit auf der Liste, allerdings scheinen einige Schwächen des ersten Teils immer noch vorhanden zu sein. Guter und auch angenehm kritischer Beitrag 😉
    Liebe Grüße!

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